Vielleicht fragst du dich: „Warum schwärme ich als Fotograf aus Mittelhessen, der sonst oft zwischen Scheunen und grünen Wiesen unterwegs ist, so sehr von einer Location mitten in Frankfurt?“ Die Antwort ist ganz einfach: Ich liebe Kontraste.
In meinem Alltag als Hochzeitsfotograf lebe ich für die Abwechslung. Gestern habe ich noch die weite Landschaft bei uns im Landkreis Gießen eingefangen, heute suche ich das urbane Flair am Main. Doch wer bei Frankfurt nur an kühle Glasfassaden und Hektik denkt, kennt die Mainod in Frankfurt-Höchst noch nicht. Dieses Schiff ist für mich eine der spannendsten Locations im Rhein-Main-Gebiet – ein Ort, der zwar das Urbane sucht, aber die Ruhe bewahrt.
Wenn ihr darüber nachdenkt, euren großen Tag auf dem Wasser zu feiern, nehme ich euch hier mal gedanklich mit an Bord und zeige euch, warum diese „Perle“ (nichts anderes bedeutet das altdeutsche Wort Mainod) so unglaublich fotogen ist.


Ein Hauch von Urlaub und Art Déco
Vergesst sterile Schickimicki-Skyscraper. Wenn ich die Mainod betrete, spüre ich sofort diesen authentischen Charakter, den man nicht künstlich herstellen kann. Das Hotelschiff, das schon 1959 erbaut wurde und fest vertäut an der malerischen Nidda-Mündung liegt, atmet Geschichte. Was mich sofort gecatcht hat, ist der unverwechselbare Art Déco Stil. Überall sehe ich poliertes Holz, glänzendes Messing und liebevolle Details.
Sobald man über den Steg geht, stellt sich ein sofortiges „Urlaubsfeeling“ ein. Das Schiff schaukelt ganz sanft – keine Sorge, seekrank ist mir hier noch niemand geworden! – und der Blick auf das von Bäumen gesäumte Mainufer lässt die Großstadt fast vergessen. Aus meiner Erfahrung ist dieser Ort perfekt, wenn ihr eine intime Hochzeit oder eine „Micro-Wedding“ plant. Egal, ob ihr eine bunte, queere Hochzeit feiert, fernab von klassischen Konventionen, oder eine traditionelle Feier im kleinen Kreis: Hier seid ihr unter euch, ohne Zaungäste.

Logistik ohne Stress: Vom Aufwachen bis zum Ja-Wort
Viele Paare denken, eine Hochzeit auf einem Schiff sei logistisch kompliziert. Ich erlebe auf der Mainod genau das Gegenteil. Die Wege sind hier oft kürzer und charmanter als bei vielen Land-Locations.
Ein echtes, oft übersehenes Highlight ist für mich das Getting Ready an Bord. Wusstet ihr, dass die Mainod auch ein Hotel ist? Im Oberdeck verstecken sich gemütliche Schiffskabinen. Natürlich ist es dort enger als in einer großen Hotelsuite, aber genau das liebe ich als Fotograf. Mein persönlicher Tipp: Nutzt diese Kajüten zum Fertigmachen! Mit dem richtigen Weitwinkel-Objektiv fange ich dort unglaublich intime Momente ein. Das Licht, das durch die Bullaugen fällt, erzeugt eine nostalgische Stimmung, die ich so in keinem modernen Hotelzimmer finde.
Für die Trauung selbst bieten sich uns zwei grandiose Optionen, die ich beide schon fotografisch begleiten durfte. Zum einen ist das Standesamt Höchst im wunderschönen Bolongaro Palast quasi in „Brautschuhnähe“.
Zum anderen könnt ihr euch das Ja-Wort auch direkt bei einer freien Trauung an Deck geben. Wenn der Wind leicht in den Haaren spielt und das Wasser im Hintergrund glitzert, entstehen Emotionen, die ich mit meiner Kamera nur zu gerne einfange.

Lichtspiele, Wasser und die Party unter Deck
Jetzt muss ich kurz nerdig werden, denn das Licht auf dem Wasser ist einfach magisch. Wasser fungiert wie ein riesiger natürlicher Reflektor, der das Licht weicher macht. Ich liebe es besonders, wenn wir den Sonnenuntergang am Main zur Goldenen Stunde erwischen. Das warme Licht bricht sich in den Wellen, während im Hintergrund langsam die Lichter der Stadt – und vielleicht ein Hauch der Skyline – angehen. Das erzeugt einen Bildlook, der Natur und Industrie-Charme perfekt verbindet.
Und falls ihr euch sorgt: „David, was machen wir bei Regen?“ Da kann ich euch beruhigen. Das Restaurant im Hauptdeck hat große Fensterfronten. Selbst bei „Schietwetter“ haben wir dort drinnen genug schönes Tageslicht für tolle Portraits. Ihr bleibt trocken, und die Bilder werden trotzdem großartig.
Nach dem Sektempfang an der frischen Luft verlagern wir uns meist ins Schiffsinnere. Hier erwartet euch kein 08/15-Buffet, sondern oft ein gehobenes 4-Gänge-Menü. Und natürlich darf auch der Anschnitt der Hochzeitstorte nicht fehlen – ob oben an Deck oder unten im Restaurant, das entscheiden wir spontan. Wenn dann später die Party startet und die Tanzfläche eröffnet wird, bin ich in meinem Element. Viele fürchten, dass es im Schiff zu dunkel für Fotos ist, aber ich sehe das anders: Mit der richtigen Technik fange ich genau diese gemütliche, ausgelassene Lichtstimmung ein, ohne die Atmosphäre „totzublitzen“.

Warum ich gerne nach Frankfurt komme
Warum solltet ihr ausgerechnet mich für eure Hochzeit in Frankfurt buchen? Ich glaube, es ist der frische Blick. Ein lokaler Fotograf sieht die Ecken der Mainod vielleicht jeden Tag. Ich komme mit Neugier und entdecke Details für eure Hochzeitsreportage, die für Einheimische vielleicht alltäglich wirken.
Zudem bringe ich die „hessische Landruhe“ mit in die hektische Stadt. An eurem großen Tag verstehe ich mich als euer Ruhepol, der den Überblick behält, während um uns herum gefeiert wird. Und da ich weiß, dass viele meiner Paare Gäste aus ganz Hessen – etwa aus Gießen, Wetzlar oder Marburg – einladen, hole ich auch diese Gäste mental dort ab, wo sie sind.
Die Mainod ist für mich eine Location mit Charakter und Herz. Wenn ihr also eine Hochzeit plant, die so einzigartig ist wie ihr selbst, dann schreibt mir. Ich bringe meine Kamera und meine Begeisterung mit nach Frankfurt!














